ThyssenKrupp Steel Europe AG: In Führung gehen

 

ThyssenKrupp Steel Europe AG: In Führung gehen

Das Unternehmen

ThyssenKrupp Steel Europe konzentriert sich auf das attraktive und wachstumsintensive Segment des hochwertigen Qualitätsflachstahls. Das Leistungsspektrum reicht von intelligenten Werkstofflösungen über produktspezifische Anarbeitung, Dienstleistungen und umfassenden Service bis hin zu fertigen Bauteilen und Baugruppen aus Stahl. Gemeinsam mit den Tochtergesellschaften versorgt die ThyssenKrupp Steel Europe AG ein breites Spektrum Stahl verarbeitender Branchen.

Am Kernstandort Duisburg ist das Unternehmen seit 120 Jahren tätig. Schon August Thyssen hatte sich – ebenso wie die Familie Krupp in Essen – zur Maxime gesetzt, die beste zur Verfügung stehende Technologie zu nutzen. Dieser Tradition ist das Unternehmen bis heute treu geblieben. Die Werke setzen nicht nur in Deutschland Benchmarks im Hinblick auf die Umweltverträglichkeit.

Die Aufgabe

In Folge einer Befragung zur Mitarbeiterzufriedenheit ist das Thema Führungskräfteentwicklung als ein Kernthema identifiziert worden. Unter dem Motto „In Führung gehen“ werden die verschiedenen Führungsebenen in einem mehrstufigen Prozess seit November 2011 unternehmensweit qualifiziert. In der ersten Phase galt es, 730 Schichtkoordinatoren zu schulen. Diese direkten Führungskräfte betreuen an mehreren Standorten in Nordrhein-Westfalen zwischen 7 - 40 Mitarbeiter und koordinieren deren Arbeiten rund um die Uhr.

Im Zentrum der Qualifizierung steht das sogenannte „Vier- Rollenmodell“: Jede Führungskraft soll in ihrem Arbeitsbereich die Rollen als Organisator, Entscheider, Trainer und Vorbild aktiv ausfüllen. Ziel des gesamten Programmes es, dieses Rollenleitbild durchgängig im Unternehmen zu verankern und als Teil der Führungskultur zu etablieren.

Die Lösung

Festo Training and Consulting wurde beauftragt, die Schulungen dieser ersten Führungsebene innerhalb eines halben Jahres flächendeckend durchzuführen. Jeweils 16 Schichtkoordinatoren nahmen an einem zweitägigen Basistraining und einem sogenannten Rückkopplungstag teil. Ergänzt wurde diese Maßnahme durch eine Einbindung der Vorgesetzten, durch flankierende Bildungsangebote und durch eine Praxisaufgabe, die jeder Schichtkoordinator zwischen diesen beiden Veranstaltungen durchzuführen hatte.

Das Trainingskonzept entstand im Dialog mit den beteiligten Personal- und Bildungsverantwortlichen und nach mehrerlei Abstimmungen mit Schichtkoordinatoren und deren Vorgesetzten aus verschiedenen Direktionsbereichen.

Ein Schwerpunkt des Trainings lag auf der kollegialen Fallberatung – etwa zum Umgang mit problematischem Mitarbeiterverhalten oder hinsichtlich der Anforderungen, diese unterschiedlichen Rollen im Tagesgeschäft zufriedenstellend wahrzunehmen. Mittels Techniken der Problemanalyse wurden die damit verbundenen Konflikte und Engpässe betrachtet. Beim „Kamingespräch“ mit Personalverantwortlichen und oberen Führungskräften aus dem jeweiligen Direktionsbereich wurde intensiv über mögliche Verbesserungen und deren Umsetzung diskutiert.

An den diversen Rückkopplungstagen nach etwa 6 Wochen berichteten die Schichtkoordinatoren, wie sie ihre selbst gewählte Praxisaufgabedurchgeführt haben und welche Veränderungen sichtbar wurden. Diese Beispiele und das vertiefende Gespräch mit einer oberen Führungskraft aus dem betreffenden Direktionsbereich führten allen Teilnehmern vor Augen, dass „In Führung gehen“ eine echte Chance bietet, um unternehmerische Belange, Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit besser aufeinander abzustimmen und die Impulse in den Arbeitsbereichen weiter zu verfolgen. Die eingesetzten Festo Trainer waren in diesem Qualifizierungsprozess vielfach auch als Moderatoren mit einem fundierten Wissen um Produktionsprozesse gefragt. Weitere bereichsspezifische Maßnahmen sind derzeit in Planung.

Projektzeitraum
Dezember 2011 – Juni 2012