Spitzenleistungen machen Spaß

Nachdem die deutschen Teams bei den Berufsweltmeisterschaften "WorldSkills" in Leipzig ihr Können unter Beweis stellten, lud Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel jetzt ins Kanzleramt ein und gratulierte zur tollen Leistung.


Bei den 42. WorldSkills konnten sich vom 2. bis 7. Juli die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Auszubildenden und Fachleuten aus der ganzen Welt messen. Drei Auszubildende präsentierten der Kanzlerin ihre Wettbewerbsbeiträge in den Disziplinen Bauschreinerei und Mobile Robotik.

Frau Dr. Merkel gratulierte ihren Gästen: "Zwei Drittel von Ihnen haben einen Titel errungen, eine Exzellenzauszeichnung oder sogar eine Medaille. Das ist toll! Ihnen allen einen herzlichen Glückwunsch – insbesondere den beiden Goldjungs, in deren Nähe ich schon gestanden habe: Björn Bohmfalk als Fliesenleger und Andreas Schenk als Stuckateur und Trockenbauer."

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Erfolgreiche deutsche Mannschaft
Frau Dr. Merkel freute sich über den Erfolg des Teams. Denn die deutsche Mannschaft hat zwei Mal Gold, vier Mal Silber und drei Mal Bronze gewonnen.

"Die WM-Teilnahme als solche ist ja bereits ein Erfolg an sich. Ich glaube, die WorldSkills insgesamt sind eine super Idee, denn man kommt weltweit miteinander in Kontakt. Man weiß auch, wie hart der Wettbewerb ist. Man sieht den spannenden Bereich der vielen, vielen Ausbildungsberufe, die es gibt." Auch wenn es für eine Auszeichnung nicht gelangt habe, das Wichtigste sei, dabei zu sein, so die Bundeskanzlerin.

Das sehen auch die jungen Erwachsenen so: "Jeder will gewinnen," sagt Teilnehmer Martin Reichert. Aber die Erfahrung, dabei gewesen zu sein, zähle eben so viel wie eine Medaille.

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Eher Hobby als Beruf
Einige der Wettbewerber messen sich streng genommen nicht in ihrem Ausbildungsberuf, sondern eher in ihrem Hobby, erklärten Martin Reichert und Thomas Kühler. Sie hatten ein Team im Bereich Mobile Robotik gebildet. Ihre Aufgabe bestand darin, den Robotino® (mit Greifarm) zu programmieren. Die dafür notwendigen Fachkenntnisse haben sie sich überwiegend in der Freizeit angeeignet.

Auch, dass die Aufgabenstellungen für den Wettbewerb in Englisch gestellt werden, finden die jungen Männer gut: "So verbessert man ein bisschen seine Sprachkenntnisse, das kann nicht schaden." Und um mit den anderen Teilnehmern aus aller Welt zu sprechen ist ebenfalls auf Englisch am einfachsten.

Zum Abschluss gab die Bundeskanzlerin den Teilnehmerinnen und Teilnehmern noch einen Rat mit auf den Weg: "Bewahren Sie sich diese Erinnerung in Ihrem Herzen. Wenn Sie einmal älter werden, geben Sie an andere junge Leute weiter, was es für einen Spaß machen kann, wenn man sich anstrengt".


Wertvolle Erfahrungen
Was kommt nach der Weltmeisterschaft? Der Gewinner der Silbermedaille in Polymechanik, Tobias Bornschein, ist ab August selbst Ausbilder in seinem Ausbildungsbetrieb. Voraussichtlich zehn neue Auszubildende kann er dann zu Höchstleistungen anspornen. Thomas Kühler wird nächstes Jahr seine Ausbildung beenden. Martin Reichert macht Fachabitur und beginnt danach ein Studium.

Alle ehemaligen Teilnehmer sind Botschafter für die WorldSkills. Aus den Wettkämpfen nehmen sie vor allem die Erfahrung mit, Stress auszuhalten, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und kreative Lösungen zu finden. Ihre Erfahrung macht sie vielleicht zu neuen Experten der WorldSkills. Denn ohne dieses ehrenamtliche Engagement der Experten als Teambetreuer oder als Jurymitglieder gäbe es keine Berufsweltmeisterschaften.

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