Neue CIM-Produktionslinie


CIM-Simulation im Deutschen Museum gibt faszinierende Einblicke in automatisierte Produktion. Mechatronik nun auch in der Ausstellung Werkzeugmaschinen vertreten.

Neue CIM-Produktionslinie zur Fertigung von Magnethaftelementen.

CIM steht für „Computer Integrated Manufacturing" und seit den 90er Jahren für ein völlig neues Konzept der Betriebsorganisation. Durch den Ausbau und die Vernetzung von Rechnersystemen werden bei CIM alle Abläufe - vom Auftragseingang über die Lagerhaltung, Montage, CNC-Fertigung bis hin zur Qualitätskontrolle – simuliert und damit optimal geplant und gesteuert.

Bei konsequenter Anwendung von CIM kann die Produktivität eines Betriebs erheblich gesteigert werden. „Die integrierte Steuerung von Produktions- und Materialflusseinrichtungen ermöglicht uns heute schon die kundenindividuelle Fertigung bis hin zur Losgröße eins. Mit der CIM-Anlage im Deutschen Museum möchten wir diese faszinierende Technologie einer breiten Öffentlichkeit vorstellen", sagte Dr. Ekkehard Gericke, Produktionsvorstand der Festo AG & Co. KG anlässlich der Eröffnung der Anlage. Neben Festo beteiligten sich auch die Firmen EMCO MAIER Ges.m.b.H., KUKA Roboter GmbH, die TEBIS AG und der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. an dem Projekt im Deutschen Museum.

Intelligente Produktion mit Mechatronik

„Mit der neuen Anlage zeigen wir hochmoderne Fertigungs- und Automatisierungstechnik in unserer Ausstellung Werkzeugmaschinen", sagte Professor Dr. Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums. „Die neue Anlage verbindet nicht nur die in den einzelnen historisch gegliederten Bereichen der Werkzeugmaschinenausstellung vorgestellten Bearbeitungsvorgänge wie Bohren, Fräsen oder Drehen, sondern demonstriert vielmehr auch die inzwischen selbstverständlich gewordene interdisziplinäre Zusammenarbeit in den Ingenieurwissenschaften und gibt dem modernen Fachgebiet "Mechatronik" als Verbindung aus Mechanik, Elektronik und Informationstechnik einen angemessenen und prominenten Platz im Museum", so Heckl.

Mit der 185.000 Euro teuren und sechs Meter langen CIM-Anlage erhält das Deutsche Museum eine vollautomatisch arbeitende Fertigungsstraße zur Herstellung von farbigen Magnethaftelementen. Hier ist das Zusammenspiel von mechanischen, elektronischen und informationstechnischen Modulen und auch die damit verbundene Verknüpfung von Arbeitsvorgängen zu sehen. In nur 180 Sekunden wird der Produktionsprozess simuliert - vom Rohmaterial über die Montage bis zur Ausgabe des Magnethalters. Druckluftbetriebene und elektrische Antriebe bewegen dabei die Magnethalter gezielt von einem Produktionsschritt zum anderen.

 

In 180 Sekunden wird der Produktionsprozess simuliert – vom Rohmaterial bis zur Ausgabe.

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