Initiative „Learning Cities“

Festo Didactic mit einem Vortrag zum Thema „Befähigung zu einer nachhaltigen Wirtschaft“ bei der Deklaration funktionaler Bildungsstrukturen für Städte.


 

Vom 21. bis 23. Oktober mobilisierte die UNESCO zur internationalen Konferenz “Learning Cities” in Beijing über 500 Vertreter aus Regierungen, NGOs und Unternehmen, um die Initiative für lebenslanges Lernen in Städten weiter voranzutreiben.

Auf der Konferenz wurden in Workshops die Eigenschaften und Ziele definiert, die Städte, Kommunen und Regionen in ihrer Entwicklung zu „Learning Cities“ verfolgen können.


Das Ergebnis der Konferenz eignet sich gleichermaßen für Städte, Unternehmen und Arbeitnehmer, die eigenen Ziele für das lebenslange Lernen zu evaluieren und sich inspirieren zu lassen.

Die „Beijing Declaration on Building Learning Cities“ beschreibt und bestätigt die überaus wichtige Rolle der Bildung und Weiterbildung für die Schaffung einer nachhaltigen Wirtschaft und Beschäftigung und beinhaltet einen Handlungsaufruf an die UNESCO, dem Welterbekomitee, sowie andere Organisationen und Unternehmen zur Etablierung eines globalen Netzwerks der Learning Cities.


Die Initiative „Learning Cities“ soll, ähnlich wie das „World Heritage Committee“ der UNESCO, eine Plattform bieten, auf der das Wissen zur Entwicklung von „Learning Cities“ ausgetauscht und zur Verfügung gestellt werden kann. Auf der Konferenz, die mit initiiert wurde vom Ministry of Education of China (Bildungsministerium, China) und dem Beijing Municipal Government (Stadtverwaltung, Beijing) wurde intensiv über die Perspektiven der nachhaltigen Entwicklung von Wirtschaftsräumen durch Bildung diskutiert.


Die Entwicklung von „Learning Cities“ ist immer verbunden mit einer kontinuierlichen Kommunikation des Themas und der strukturellen Ausarbeitung von Bildungseinrichtungen und –netzwerken. Der Begriff „Learning City“ transportiert dabei die entscheidende Rolle von Städten und Kommunen in der Etablierung von Bildungsstrukturen und die Bedeutung des Lernens selber: Das Wissen und die praktische Erfahrung im Umgang mit Technologien und Methoden sichert die stetige Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.


Die Eigenschaften und Zielsetzungen der Learning Cities wurden auf der Konferenz in Beijing in „Key Features“ zusammengefasst:

  • Etablierung von inklusiver Bildung (die gemeinsame und gleichgestellte Aus- und Weiterbildung von Menschen unabhängig von ihrem sozialen, kulturellen, sprachlichen und wirtschaftlichen Hintergrund)
  • Förderung von Lernformen innerhalb von Familien und sozialer Netzwerke
  • Schaffung von effektiven Lernformen am Arbeitsplatz
  • Verstärkte Nutzung von modernen Lerntechnologien
  • Verbesserung der Qualität von Lerninhalten und Lernmedien
  • Kulturelle Etablierung des lebenslangen Lernprozesses


Das Ergebnis-Dokument „Key Features“ bietet eine Grundlage zur Orientierung für Städte, Kommunen und Unternehmen und listet zu jedem Punkt Ziele und Maßnahmen für alle Bildungsniveaus und -strukturen. Für Mitarbeiter, die bereits sehr gut ausgebildet sind und durch ihr Unternehmen sehr guten Zugang zur stetigen Weiterbildung haben, sind besonders die Ziele und Maßnahmen interessant, die das Lernen effektiver machen. Wir nennen hier einige:

  • Entwicklung der Rahmenbedingungen in der Bildung von der Teilnahme am Unterricht hin zum aktiven, selbstständigen Lernen und von der reinen Aufnahme von Informationen hin zur Befähigung zur Kreativität und zum effektiven Lernen
  • Lernen der Interaktion mit Menschen, die einen anderen kulturellen, gesellschaftlichen und sprachlichen Hintergrund haben
  • Evaluation der Effektivität des Lernens – nicht nur des Angebots
  • Praktisches Messen und Bewerten von Lernerfolgen und –effekten
  • Organisation von Events die das lebenslange Lernen zum Thema haben

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