Gefäße aus Weißblech, ideale Verpackungen für Öle, Bier, Farben, Lacke und andere Stoffe. Die HUBER Packaging Group hat ein ehrgeiziges Ziel erreicht: den Aufbau des unternehmensspezifischen Produktionssystems HPS.
03.08.2007
Klassische Ansätze der Produktionsoptimierung wie Gruppenarbeit, betriebliches Vorschlagswesen oder KVP waren schon lange Bestandteil unserer Unternehmensführung. Es fehlte nur an Nachdruck und Systematik in der Umsetzung“ beschreibt Wolfgang Merkle, Werksleiter von HUBER Packaging die Situation in der Vergangenheit.
Das Unternehmen suchte einen Consultant mit Kompetenz in Theorie als auch praktischer Umsetzung. Die Wahl fiel auf Festo Didactic.
Erste Ziele waren schnell definiert: kürzere Durchlaufzeiten, reduzierte Bestände, Fertigungskosten senken und die Lieferfähigkeit verbessern.
Den Weg dorthin arbeitete das Unternehmen gemeinsam mit Festo aus. Prozessoptimierung und Personalentwicklung sollten miteinander verknüpft werden.
Aus einem Planspiel, orientiert an den Produkten, dem Produktionsalltag und der Firmenkultur und der darauf folgende Wertstromanalyse entwickelten Sie die Struktur des Projekts „Huber-Produktions- System (HPS)“. Reale Probleme aus dem Produktionsalltag – wie Verbesserung der Maschinenverfügbarkeit, Reduzierung von Rüstzeiten, Gestaltung von Logistikprozessen – bildeten die Basis zur Qualifizierung der HPS Spezialisten.
Diese waren nun fachlich und methodisch in der Lage, Defizite im Prozess zu erkennen und zu beheben. Nächster Schritt war, alle Mitarbeiter aktiv an den Veränderungsprozessen zu beteiligen.

Im Team: Arbeitsprozesse analysieren, Anforderungen klären und Maßnahmen zur Verbesserung entwickeln.
Von der Theorie zur Praxis
In Öhringen haben bereits gut 70% der Beschäftigten an Workshops teilgenommen. In übersichtlichen
Teams vor Ort analysieren sie Arbeitsprozesse, klären Anforderungen und entwickeln Maßnahmen zur Verbesserung. In kleinen Schritten wird dann in die Praxis transferiert was in der Theorie ausgearbeitet
wurde. „So läuft man nicht Gefahr, dass die Theorie der Praxis vorauseilt und man nur totes Papier produziert. Zudem können sich aktiv beteiligte Mitarbeiter mit der Verbesserung konkreter Themen, z. B. Verschwendung zu vermeiden, besser identifizieren und diese dann umsetzen“ begründet Merkle die Vorgehensweise. Das Motto „HPS sind Wir“ und die große Akzeptanz bei den Mitarbeitern macht deutlich, dass es lohnt alle in die Veränderungsprozesse zu involvieren – von der Geschäftsführung über Betriebsrat und Verwaltung bis zur Produktion. Um bis zu 45% reduzierte Bestände, verkürzte Durchlaufzeiten, schnellere Transportzeiten und die Senkung der Stillstandszeiten seit Beginn des Projekts, sprechen für sich.
Glänzende Aussichten
In Zukunft sollen alle Gesellschaften der HUBER Packaging Group über dasselbe HPS Niveau verfügen.
Das Projekt hat mittlerweile eine hohe Eigendynamik, intern ausgebildete Moderatoren und eigens dafür freigestellte HPS Spezialisten haben die Umsetzung der Veränderungsprozesse übernommen.
Festo Didactic hat heute die Rolle der Supervision und begleitet die HUBER Packaging Group weiterhin mit Workshops zu speziellen Themen. „Wir müssen immer wieder überprüfen, ob wir noch auf der richtigen Spur sind. Bewegen wir uns auf neues Terrain oder gibt es eine harte Nuss zu knacken, greifen wir auf die Erfahrung von Festo Didactic zurück“ berichtet Merkle. Gegenseitiger Austausch, Weiterbildungen, eigene Methoden definieren:die HUBER Packaging Group und Festo setzen die erfolgreiche Partnerschaft auch weiterhin fort.
ISO Zertifizierung: Wichtiges Qualitätsmerkmal
Mit dem aus HPS generierten internen Qualitätssystem HQS führte die HUBER Packaging Group Kriterien für die ISO Zertifizierung ein. Festo Didactic unterstützte das Unternehmen während der Entwicklung und der Bewerbung. Mit DIN EN ISO 9001:2000 erfüllt die HUBER Packaging Group eine international anerkannte, standardisierte Qualitätsnorm. Das Zertifizierungssystem betrachtet den gesamten Prozess mit folgenden Elementen:
- Kundenorientierung
- Verantwortlichkeit der Führung
- Einbeziehung der beteiligten Personen
- Prozessorientierter Ansatz
- Systemorientierter Managementansatz
- Kontinuierliche Verbesserung
- Sachbezogener Entscheidungsfindungssatz
- Lieferantenbeziehungen zum gegenseitigen Nutzen
Die Zertifizierung nach internationalen Qualitätsnormen ist eine strategische Entscheidung, sie sichert und schafft Wettbewerbsvorteile durch die konsequente Kundenorientierung aller Unternehmensbereiche.
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