Kultusministerium Baden-Württemberg unterzeichnet Kooperationsvertrag mit Festo.
20.02.2008
Am 20.02.2008 unterzeichnete Helmut Rau, Minister für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg auf der didacta 2008 einen Kooperationsvertrag mit Festo für das Lernsystem MecLab.

Dr. Eberhard Veit, Sprecher des Vorstands der Festo AG, Helmut Rau, Minister für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg und Dr. Theodor Niehaus, Geschäftsführer Festo Didactic unterzeichnen den Kooperationsvertrag.
MecLab ist ein Lernsystem, an dem Schülerinnen und Schüler ab Klasse acht erste Erfahrungen mit der realen Technikwelt machen können. Festo möchte mit dem Lernsystem bei Jugendlichen Interesse an technischen Berufen wecken. Das Kultusministerium sieht den hohen didaktischen und technischen Wert von MecLab, insbesondere für das neue Schulfach NwT (Naturwissenschaften und Technik) der Gymnasien.
Der zwischen dem Ministerium und Festo Didactic erarbeitete Kooperationsvertrag wurde auf der Bildungsmesse didacta 2008 in Stuttgart von Minister Helmut Rau unterzeichnet. Dies dokumentiert einmal mehr die wachsende Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft. Die großzügige Unterstützung dieses Projektes durch Festo ermöglicht kostenlose Seminare, bei denen MecLab im Rahmen von mehrtägigen Fortbildungen für Lehrer eingebunden wird. Die Teilnahme an einem solchen Seminar ist die Voraussetzung für den Erwerb eines Trainingspaketes zu Sonderkonditionen.
„Kooperationen dieser Art werden helfen, Schülerinnen und Schüler früher und intensiver als bisher mit Technik in Kontakt zu bringen. Wir hoffen, mit dieser Initiative mittel- und langfristig mehr junge Menschen für die Technik zu interessieren und somit den Zugang zu einem technischen Beruf oder Ingenieurstudium zu erleichtern“, betonte Minister Rau anlässlich der Vertragsunterzeichnung.
Dr. Theodor Niehaus, Geschäftsführer von Festo Didactic erklärte anlässlich der Vertragsunterzeichnung: „MecLab wurde in enger Zusammenarbeit mit Pädagogen von Realschulen und Gymnasien entwickelt und auf die entsprechenden Lehrpläne und die Situation an den Schulen angepasst. Wir freuen uns, dass das Land unsere Initiative unterstützt, wobei unser Beitrag von Festo insbesondere auf die Lehrerfortbildung zielt. Dies ist eine von vielen Aktivitäten von Festo, die helfen sollen den großen Bedarf an qualifizierten Facharbeitern und Ingenieuren zu befriedigen. Denn schon heute können tausende Stellen in diesem Bereich allein in Baden-Württemberg nicht besetzt werden.“
Interesse an technischen Berufen wecken
Schülerinnen und Schüler können ab Klasse acht mit dem Lernsystem in Klassenzimmern und Computerräumen lernen, welche Technologien in Industrie und Lebenswelt eine weite Verbreitung haben. Täglich kommen wir ja auch im Alltag mit selbst öffnenden Türen, selbsttätigen Rolltreppen und anderen technischen Anlagen in Kontakt. Die kleinen Stationen und Anlagen bieten die Möglichkeit auszuprobieren, wie spannend und interessant Technik ist und sollen junge Menschen zu einer technikorientierten Berufsausbildung oder einem entsprechenden Studium motivieren.
In Zusammenarbeit mit insgesamt zehn Schulen aus der Region Stuttgart hat Festo Didactic eine kleine Produktionsstraße entwickelt, die aus drei typischen Stationen besteht, wie sie in vielen Fabriken vorkommen: Magazinieren, Vereinzeln, Transportieren und das Handling von Werkstücken. Die Stationen sind mit Industriekomponenten für die Automatisierungstechnik ausgestattet - Pneumatik-Ventile, Antriebe und Sensoren sind „echt“. Gleiches gilt für die Programmierung und Schaltplan-Erstellung, dabei wird der Computer wie in der Arbeitswelt als Werkzeug eingesetzt.
